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Adoptivfall von amnesty Papenburg | ![]() |
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MYANMAR: Die
politisch aktiven Studenten Myo Min Zaw und Ko Aye Aung wurden am 14. September
1998 verhaftet, weil sie Flugblätter verteilt und Studentendemonstrationen in
Myanmars größter Stadt Yangon organisiert hatten. Beide waren führende
Mitglieder der verbotenen ABFSU. Myo Min Zaw und Ko Aye Aung sitzen Urteile von
insgesamt 52 Jahren bzw. von 59 Jahren ab. Nach Berichten sind sie während der
Vernehmung gefoltert worden. Amnesty International betrachtet beide als
gewaltlose politische Gefangene, die ausschließlich wegen ihrer friedlichen
Meinungsäußerungen inhaftiert wurden. Die
politisch aktiven Studenten Myo Min Zaw und Ko Aye Aung wurden am 14.9.1998 in
einer Teestube im Stadtgebiet von Kyanktada im Yangon-Bezirk festgenommen. Man
warf ihnen vor, sie hätten an Demonstrationen teilgenommen oder Demonstrationen
von 150 bis 500 Studenten zwischen August und September 1998 organisiert und
Flugblätter über studentische Themen verteilt. Ihre Inhaftierung fand 1998
während eines Zeitraums von mehreren Monaten statt, als Hunderte von Studenten
bei Demonstrationen für eine Verbesserung des Bildungssystems in Myanmar und
für die Freilassung politischer Gefangener festgenommen wurden. Vor den
Versammlungen wurden offene Briefe verteilt, die um Unterstützung baten und die
Myo Min Zaw unterschrieben hatte. Am Ende des Verfahrens wurde Myo Min Zaw zu 38 Jahren Gefängnis verurteilt, was 1999 auf 52 Jahre erhöht wurde; Ko Aye Aungs ursprüngliche Verurteilung zu 14 Jahren wurde nach einem zweiten Verhör auf 24 und dann auf 45 Jahre erhöht. Mitte Januar 2012 haben wir erfahren, daß Myo Min Zaw, endlich nach fast 14 Jahren Haft, freigelassen wurde. Ein weiterer Erfolg ! Zum Zeitpunkt ihrer Festnahmen hatte die Hauptoppositionspartei in Myanmar, die National League for Democracy (NLD), angekündigt, sie werde ein Parlament mit den Abgeordneten aus den Wahlen von 1990 bilden, damals hatte die NLD die Mehrheit der Sitze gewonnen, die Militärs hatten aber nie die Macht auf die NLD übertragen. Auf einer Pressekonferenz am 8. Oktober 1998 meldete die Regierung, „sie habe eine Verschwörung von Myo Min Zaw aufdecken können, die Unruhen schüren sollte, mit dem Ziel, die Forderung der NLD zur Parlamentsbildung zu unterstützen und die laufenden Universitäts- und Collegeprüfungen zu behindern“. Im Besonderen verwies die Regierung auf eine Studentendemonstration, die Myo Min Zaw an der belebten Hedan Kreuzung in Yangon am 24. August organisiert hatte. Myo Min Zaw wurde beschuldigt, bei diesem Treffen „aufrührerische Pamphlete“ verteilt zu haben. Im Juli
1998 gründete Myo Min Zaw die Student
and Youth Unity Front (SYUF) unter seinem Decknamen Moe Hein Aung. Er nahm das
Pseudonym Moe Hein Aung an, weil er Stellungnahmen der SYUF verteilte und die
kommenden Studentendemos vorbereitete. Myo Min Zaw
wird im Putao Gefängnis im Kachinstaat in Nordmyanmar festgehalten, ungefähr
eine Siebentagesreise von seiner Familie in Yangon entfernt. Gefangene in Myanmar
sind gewöhnlich auf ihre Familien angewiesen, was die Versorgung mit Medikamenten
und zusätzlichen Lebensmitteln angeht. Dies wird besonders erschwert, wenn
Häftlinge sehr weit entfernt von ihrer Familie inhaftiert werden. Während der
Haft litt Myo Min Zaw an Magenschmerzen und einer Hautkrankheit, die seine
Finger und Fingernägel befallen hat. Ko Aye Aung
ist im Kale Gefängnis im Sagaing Bezirk im nördlichen Myanmar inhaftiert,
ca. 600 Meilen entfernt von seiner Familie in Yangon. Das Kale Gefängnis soll in
einer Gegend liegen, wo Malaria und Typhus sehr verbreitet und Gefangene der Infektion ausgesetzt sind.
Politische Gefangene werden in Myanmar oft in Gefängnisse in abgelegenen Teilen
des Landes geschickt, um den Kontakt zur Familie zu verhindern. 2002 nahm
Ko Aye Aung an einem Hungerstreik teil, womit er gegen den Mangel an medizinischer
Betreuung im Gefängnis protestierte.
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![]() ![]() Wir werden uns nun verstärkt für die Freilassung von Ko Aye Aung einsetzen !!!! |